Chronik Park der Gärten

Veröffentlicht in Park der Gärten

Die historischen Wurzeln des Gartenkulturzentrums Niedersachsen - Park der Gärten

Der Park der Gärten ist die logische Konsequenz einer Entwicklung, die vor rund 200 Jahren in dieser Region begann. Humusreiche Böden und ein gemäßigt maritimes Klima waren (und bleiben) optimale Voraussetzungen für die Entstehung eines Baumschulzentrums europäischer Bedeutung. Heute bewirtschaften im Ammerland über 350 Vollerwerbsbaumschulen eine Fläche von 2.600 ha, etwa 10% der deutschen Baumschulfläche. Produktschwerpunkte sind Immergrüne, Koniferen und als Spezialität Rhododendron.

19. Jahrhundert  C.F. Bosse (1755 - 1793) gestaltet ab 1784 den Rasteder Schlosspark im Stil der Landschaftsgarten - Bewegung. Sein Halbbruder C.L. Bosse (1771 - 1832) gilt als Begründer der Ammenländer Baumschultradition. 

20. Jahrhundert 20er-Jahre: Pionier des gärtnerischen Versuchswesens in Norddeutschland ist die „Versuchsgärtnerei“ in Westerstede-Ocholt (Schwerpunkt Gemüseanbau).

1941: Gründung der Gartenbaulehr- und Versuchsanstalt in Aurich-Haxtum. Ziel: Versuche zum Obst- und Gemüseanbau (Nahrungsknappheit der Kriegs- und ersten Nachkriegszeit).

50er-Jahre: „Wirtschaftswunderjahre“ - die heutigen Säulen der Versuchsarbeit kristallisieren sich heraus: der Zierpflanzenbau und der Baumschulsektor.

60er-Jahre: Aufbau des Rhododendron-Arboretums. Versuche mit Moorbeetkulturen.

1976/77: Verlegung der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) mit seinen weltberühmten Gehölzsammlungen nach Bad Zwischenahn-Rostrup. Der Umzug ins Ammerland ermöglicht optimale Zusammenarbeit mit der Baumschulwirtschaft. Durch überbetriebliche Ausbildungs- und Forschungstätigkeit gehen von der LVG bis heute entscheidende Impulse für die gärtnerische Praxis aus.

90er-Jahre: Überlegungen zur Gründung eines Gartenkunstmuseums in Westerstede

ab 1990: Diskussion um die zwingende Erweiterung des Rhododendron-Sichtungsgartens, die in die Planung eines Niedersächsischen Gartenkulturzentrums mündet.

09.01.1998: Das Bundesvermögensamt veräußert Liegenschaften des ehemaligen Militärflugplatzes Rostrup an die Landwirtschaftskammer Weser-Ems.

26.01.1998: Baubeginn des Niedersächsischen Gartenkulturzentrums (GKC) mit einer symbolischen Baumpflanzung durch den Nds. Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke.

18.05.2000: Eröffnung des ersten Bauabschnittes des Nds. Gartenkulturzentrums.

19.05.2000: Beschluss zur Ausrichtung der ersten niedersächsischen Landesgartenschau in Bad Zwischenahn durch die Nds. Landesregierung.

24.11.2000: Präsentation des Logos „Lachendes Z“ bei der ersten Pressekonferenz in Anwesenheit von Landwirtschaftsminister Uwe Bartels.

15.12.2000: www.landesgartenschau-bad-zwischenahn.de online.

12.04.2001: Erster Spatenstich durch Staatssekretär Dietmar Schulz (Nds. Landwirtschaftsministerium) für die LGS (II. Bauabschnitt des GKC).

19.04. bis 06.10.2002: Landesgartenschau Bad Zwischenahn. Auf dem soliden Fundament des Gartenkulturzentrums entsteht für 171 Tage ein farbenfroher Raum auf Zeit: die erste niedersächsische Landesgartenschau mit fast 1 Mio. Besuchern.

ab 28.03.2003 ist dieses Gelände als Gartenkulturzentrum Niedersachsen - Park der Gärten - (ehemals Niedersächsisches Gartenkulturzentrum) bis Anfang Oktober, auf den Erfahrungen der Landesgartenschau aufbauend, mit den Themengärten, den Sortimenten und Sammlungen sowie den Schauen und Freizeiteinrichtungen wieder geöffnet.

2004: Die Parksaison wird u.a. aufgrund der temporären Ver- und Entsorgungsleitungen auf den Zeitraum vom 1. Mai bis 3. Oktober reduziert. Beim Wettbewerb „Deutschlands schönster Park“ belegt der Park der Gärten den 5 Platz bei 88 Bewerbern.

2006: Der Park der Gärten ist 2006 Durchführungsort der Landeskunstausstellung des Bundes Bildender Künstlerinnen und Künstler Niedersachsen e.V. (BBK) mit dem Thema „GartenLUST und LEIDENSCHAFT“.

2007: 6 neue Themengärten bereichern den Park der Gärten, der mit einem neuen Logo und Corporate Design Präsentation nach außen geht. Die Vielfalt der Themengärten, Pflanzensammlungen und Beiträge umfasst weiterhin über 90 Attraktionen und es wurde der 50. neue Beitrag seit der LGS 2002 eingebracht. Außerdem wurde die Schule im Grünen des Parks als „außerschulischer Lernort“ durch das Nds. Kultusministerium anerkannt. Der Park der Gärten wird in den „Masterplan Nordsee 2015“ als Best-Of-Angebot in der Rubrik Besucherattraktion aufgenommen und ist somit ein sog. Leuchtturmprojekt in Niedersachsen.

2008: Die Verwaltung und der Park an sich werden mit dem „ServiceQ-Deutschland“ als 199. Betrieb und einer der Besten in Niedersachsen zertifiziert.

2009: Ausweisung des Park der Gärten als eines von 3 gartenkulturellen Highlights in Niedersachsen durch die Tourismus Marketing Niedersachsen (TMN). Erstmals werden über 3.000 Jahreskarten verkauft.

2010: In diesem Jahr kann der Park bereits auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Zahlreiche prominente Gäste läuteten die Jubiläumssaison am 1. Mai ein. Mit der Bewilligung von Fördergeldern und den Zuwendungen zahlreicher Spender und Förderer sog. Wegbegleiter fiel 2010 auch der Startschuss für die Umgestaltung des Eingangsbereiches u.a. mit einem neuen Besucherzentrum und der Erlebnisausstellung „Grüne Schatztruhe“, dem Ausbau des Parkplatzes 1 und der Umgestaltung des Parks im Eingangsbereich auf einer Fläche von rund 1 ha. Mit der Durchführung dieser Maßnahmen ist der Park bis ins Jahr 2027 in seinem Bestand gesichert.

2011: Am 3. Oktober erfolget der 1. Spatenstich für das neue Besucherzentrum sowie die Neugestaltung des Eingangsbereiches im Park der Gärten. Die Einweihung ist für den Saisonbeginn 2013 geplant.

2012: Der Park der Gärten wird als einer der ersten Betriebe im Nordwesten als „Besonders Kinderfreundlich“ im Rahmen der Landesinitiative „Kinderferienland Niedersachsen“ zertifiziert. Außerdem wird der Park in das „Europäische Gartennetzwerk“ (EGHN) aufgenommen.

2013: Der neue Eingangsbereich mit dem neuen Besucherzentrum wird am 19. April feierlich seiner Bestimmung übergeben, insbesondere die Erlebnisausstellung „Grüne Schatztruhe“, die Verbesserung von Serviceangeboten sowie neugestalteter Parkareale begeistern die Gäste.

2014: Auch 2014 steht wieder im Zeichen vieler Neuerungen. Der neue Aussichtsturm, zwei neue Spielplätze und neue und aktualisierte Gärten und Beiträge bereichern „Deutschlands größte Mustergartenanlage“.

2015: Mit insgesamt 145.700 zahlenden Gästen kann der Park der Gärten 2015 als neues Rekordjahr verbuchen. Neben baulichen Veränderungen wie der Seeterrasse und der begehbaren Bienenwabe standen wieder die Gärten, u.a. 2 neue Mustergärten im Mittelpunkt. Zu den Rezertifizierungen „ServiceQualität“ und „Besonders Kinderfreundlich“ wurde der Park erstmals auch mit dem Zertifikat „Reisen für Alle - Barrierefrei geprüft“ ausgezeichnet.

2016: 153.700 zahlende Erwachsene besuchten den Park. Der "Weiße Garten", die "Heckengalerie" mit Baumhoroskop, die "Gristeder Neuheiten" sowie das "Pinetum" wurden neu angelegt bzw. überarbeitet. Auch der "Immergrüne Garten", die Sammlung der "empfehlenswerten Rhododendron" wurden überarbeitet. Bauliche Neuerung war der Umzug der Gastronomie in das neue Restaurant "Glashaus".

2017: Neu hinzugekommen ist der Mustergarten "Leben und Arbeiten im Garten". Im oberen Parkbereich sind Kübelpflanzen als Gestaltungselemente für Terrasse, Balkon, etc. sowie die Gewinnerbilder des Fotowettbewerbes 2016 in einer Open-Air-Galerie ausgestellt worden. Es wurde der multifunktionale Schauraum eröffnet. Es wurden 5.200 Jahreskarten verkauft.

2018: Die Erlebnisstation "Gesunder Boden - Gesundes Wasser" wird eingeweiht und 3 neue Mustergärten/Beiträge werden präsentiert. Darunter die neue Aktionsfläche Garten-, Landschaftsbau.

2019: 5 neue Mustergärten, darunter eine neue Fläche, begeistern die Besucher. Damit sind 44 Mustergärten im Park zu besichtigen. Fast 6.000 Jahreskarten werden verkauft. Der Park wird als beste Einrichtung in Niedersachsen und bester Park/Garten bundesweit mit dem Zertifikat "Reisen für Alle" ausgezeichnet.